Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Coaching-, Beratungs- und Workshop-Leistungen zwischen Lucie Ehlers, Inhaberin von empatiia (nachfolgend „Dienstleisterin“), und den jeweiligen Kund:innen bzw. Auftraggeber:innen.
(2) Abweichende oder ergänzende AGB der Kund:innen finden keine Anwendung, es sei denn, die Dienstleisterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(3) Diese AGB gelten gegenüber Verbraucher:innen (§ 13 BGB), Unternehmer:innen (§ 14 BGB) sowie Institutionen, soweit nicht ausdrücklich differenziert wird.
§ 2 Leistungsangebot
(1) Die Dienstleisterin bietet insbesondere folgende Leistungen an:
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Einzel-Coaching (online, telefonisch oder in Präsenz)
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Workshops für Privatpersonen
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Workshops, Trainings und Seminare für Institutionen und Fachkräfte
(2) Inhalt, Umfang, Ort und Termine ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot, der Auftragsbestätigung oder einem Honorarvertrag. Mündliche Nebenabreden bedürfen der Schriftform.
(3) Alle Leistungen sind ausdrücklich kein Ersatz für psychotherapeutische, psychiatrische oder ärztliche Behandlungen. Bei entsprechenden Bedarfen wird auf Fachstellen verwiesen.
(4) Die Teilnahme setzt voraus, dass keine akute Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt. In entsprechenden Fällen sind geeignete Hilfesysteme (z. B. Notruf oder Telefonseelsorge) zu kontaktieren.
(5) Die Dienstleisterin ist berechtigt, eine Leistung abzulehnen, zu unterbrechen oder zu beenden, wenn die Voraussetzungen nach Abs. 4 nicht (mehr) vorliegen oder wenn sich im Verlauf zeigt, dass ein anderes oder weiterführendes Hilfesystem (z. B. psychotherapeutische, psychiatrische oder ärztliche Unterstützung) erforderlich ist. Der Abbruch erfolgt ausschließlich im Sinne des Schutzes und Wohls der teilnehmenden Person sowie zur Wahrung der fachlichen Verantwortung. In einem solchen Fall verweist die Dienstleisterin nach Möglichkeit auf geeignete Fachstellen.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Angebote der Dienstleisterin sind freibleibend und unverbindlich. Leistungsdarstellungen auf der Website oder in Angeboten stellen keine verbindlichen Angebote dar, sondern eine Aufforderung zur Anfrage
(2) Schriftliche Angebote der Dienstleisterin sind freibleibend und gelten – sofern nicht anders angegeben – 14 Tage ab Angebotsdatum.
(3) Ein Vertrag kommt zustande durch:
a) schriftliche Bestätigung durch die Dienstleisterin (Auftragsbestätigung), oder
b) beidseitige Unterzeichnung eines Honorarvertrags.
(3) Mit Vertragsschluss gelten diese AGB als akzeptiert.
§ 4 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Vergütung ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Auftragsbestätigung.
(2) Sofern nicht anders vereinbart, sind Rechnungen innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug zahlbar.
(3) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen. Zusätzlich können angemessene Mahnkosten berechnet werden.
(4) Reise-, Material- und Raumkosten werden gesondert und nur nach vorheriger Absprache berechnet.
(5) Bei Workshops für Institutionen kann eine Teilabrechnung nach erbrachten Leistungen erfolgen.
(6) Ratenzahlungen bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.
§ 5 Stornierung und Rücktritt durch die Kund:innen
(1) Stornierungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail). Maßgeblich ist das Eingangsdatum der Stornierungsmitteilung bei der Dienstleisterin.
Einzel-Coaching
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bis 48 Stunden vor Termin: kostenfrei
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weniger als 48 Stunden vorher oder Nichterscheinen: 85 % des vereinbarten Honorars
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Mehr als zwei kurzfristige Absagen innerhalb eines laufenden Coaching-Prozesses berechtigen zur außerordentlichen Kündigung.
Workshops für Privatpersonen
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bis 8 Wochen vor Termin: kostenfrei
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4 - 8 Wochen vorher: 25 % des vereinbarten Honorars/ des Teilnahmebeitrags
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2 - 4 Wochen vorher: 50 % des vereinbarten Honorars/ des Teilnahmebeitrags
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weniger als 2 Wochen vorher oder bei Nichterscheinen: 100 % des vereinbarten Honorars/ des Teilnahmebeitrags
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Benennung einer Ersatzteilnehmerin ist jederzeit bis Veranstaltungsbeginn kostenfrei möglich (schriftliche Mitteilung erforderlich).
Workshops und Seminare für Institutionen
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bis 8 Wochen vor Termin: 25 % des vereinbarten Honorars
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4 - 8 Wochen vorher: 50 % des vereinbarten Honorars
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2 – 4 Wochen vorher: 85 % des vereinbarten Honorars
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weniger als 2 Wochen vorher: 100 % des vereinbarten Honorars
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bereits entstandene und nachgewiesene Reise-, Material- oder Raumkosten werden auch bei ansonsten kostenfreier Stornierung in tatsächlicher Höhe in Rechnung gestellt.
Die Dienstleisterin ist berechtigt, im Stornierungsfall anderweitig erzielte Einnahmen oder ersparte Aufwendungen anzurechnen und die Stornierungsgebühr entsprechend zu reduzieren.
§ 6 Absage oder Änderung durch die Dienstleisterin
(1) Die Dienstleisterin ist berechtigt, Termine bei Krankheit, höherer Gewalt oder unvorhersehbaren Umständen zu verschieben oder abzusagen.
(2) In diesem Fall wird zunächst ein Ersatztermin angeboten.
(3) Ist ein Ersatztermin nicht möglich oder nicht zumutbar, werden bereits gezahlte Honorare für nicht erbrachte Leistungen erstattet.
(4) Weitergehende Schadensersatzansprüche (z. B. Reisekosten der Teilnehmenden) sind ausgeschlossen.
(5) Gruppenworkshops für Privatpersonen können abgesagt werden, wenn bis eine Woche vor Veranstaltungsbeginn die Mindesteilnehmerzahl nicht erreicht ist. Bereits gezahlte Beträge werden vollständig erstattet.
(6) Bei Workshops für Institutionen umfasst die Vergütung auch bereits erbrachte Vorbereitungsleistungen (z. B. Konzeption, Materialerstellung), sofern kein Ersatztermin vereinbart wird.
§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher:innen
Verbraucher:innen steht bei Fernabsatzverträgen ein Widerrufsrecht gemäß den gesetzlichen Bestimmungen des § 13 BGB zu.
Das Widerrufsrecht kann bei vollständig erbrachten Dienstleistungen vorzeitig erlöschen, wenn die Kundin ausdrücklich zugestimmt hat, dass die Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt.
§ 8 Pflichten der Teilnehmenden
(1) Die Kundin und die teilnehmenden Personen erscheinen pünktlich zu gebuchten Terminen und nehmen respektvoll teil.
(2) Jegliche Aufnahmen von Bild, Ton oder Video während der Sitzungen oder Workshops sind nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung erlaubt.
(3) In Gruppenworkshops verpflichten sich alle Teilnehmenden, persönliche Beiträge anderer Teilnehmender vertraulich zu behandeln und nicht nach außen zu tragen.
(4) Die Kund:innen sind für die körperliche und psychische Eignung der teilnehmenden Personen verantwortlich. Bekannte gesundheitliche Einschränkungen, die für die Leistungsdurchführung relevant sein könnten, sind vorab mitzuteilen.
(5) Bei institutionellen Aufträgen liegt die Information der Teilnehmenden über Rahmen und Freiwilligkeit in der Verantwortung der Auftraggeber:innen.
(6) Störendes oder respektloses Verhalten berechtigt die Dienstleisterin, die betreffende Person von der weiteren Teilnahme auszuschließen. Ein Anspruch auf Rückerstattung des Teilnahmebeitrags besteht in diesem Fall nicht.
§ 9 Vertraulichkeit und Schweigepflicht
(1) Die Dienstleisterin behandelt alle ihr im Rahmen der Zusammenarbeit bekanntgewordenen persönlichen und inhaltlichen Informationen streng vertraulich und gibt diese nicht an Dritte weiter.
(2) Die Schweigepflicht gilt nicht, soweit eine gesetzliche Offenbarungspflicht besteht (insbesondere bei konkreter Gefährdung des Kindeswohls gemäß §§ 8a, 8b SGB VIII) oder die Kundin ausdrücklich in die Weitergabe eingewilligt hat.
(3) Die Vertraulichkeitspflicht besteht über das Ende der Zusammenarbeit hinaus fort.
(4) Teilnehmerinnen von Gruppenworkshops verpflichten sich ihrerseits zur Vertraulichkeit gegenüber den Beiträgen Mitanwesender (vgl. § 8 Abs. 3).
§ 10 Datenschutz
(1) Es gelten die Bestimmungen der DSGVO und des BDSG.
(2) Einzelheiten regelt die Datenschutzerklärung.
(3) Zur Erfüllung vertraglicher Pflichten können personenbezogene Daten an Dienstleister (übermittelt werden (z. B. Buchhaltungssoftware, E-Mail-Dienste), die gemäß Art. 28 DSGVO als Auftragsverarbeiter gebunden sind.
§ 11 Haftung
(1) Die Dienstleisterin haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit oder bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.
(2) Im Übrigen ist die Haftung des Coachinganbieters auf die Höhe des vereinbarten Entgelts beschränkt. Für mittelbare Schäden, Folgeschäden und entgangenen Gewinn haftet der Anbieter nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit.
(3) Die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ausgeschlossen.
(4) Die Dienstleisterin übernimmt keine Haftung für technische Probleme bei Online-Coachings, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen.
(4) Eine Garantie für bestimmte Coaching-Ergebnisse, Lernerfolge oder Verhaltensänderungen wird ausdrücklich nicht übernommen. Dies gilt ausdrücklich auch für:
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Entscheidungen des Klienten
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Wirtschaftliche oder persönliche Folgen
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Psychische oder physische Folgen
(5) Die Dienstleisterin ist durch eine Berufshaftpflichtversicherung abgesichert.
(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung von Mitarbeiterinnen und Erfüllungsgehilfinnen.
§ 12 Urheberrecht
(1) Alle von der Dienstleisterin erstellten und überlassenen Materialien (Handouts, Präsentationen, Arbeitsblätter, Konzepte) sind urheberrechtlich geschützt.
(2) Nutzung erfolgt ausschließlich im vereinbarten Rahmen.
(3) Weitergabe, Vervielfältigung, Veröffentlichung oder kommerzielle Verwertung bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Dienstleisterin.
(4) Bei institutionellen Aufträgen ist eine interne Verwendung der Materialien im Rahmen der beauftragten Zielgruppe zulässig; Weitergabe an Dritte oder andere Organisationseinheiten bedürfen gesonderter Vereinbarung.
(3) Weitergabe oder Veröffentlichung ist untersagt.
§ 13 Änderung der AGB
(1) Die Dienstleisterin behält sich das Recht vor, diese AGB jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern oder zu ergänzen (z. B. bei Änderung der Rechtslage oder Anpassungen des Leistungsangebots).
(2) Für neue Vertragsabschlüsse gelten die AGB in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung.
(3) Bei laufenden Dauerschuldverhältnissen werden Änderungen mindestens zwei Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt. Die Kundin hat das Recht, einer Änderung innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe schriftlich zu widersprechen. Bei rechtzeitigem Widerspruch sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Ohne Widerspruch oder bei Weiterbenutzung der Leistungen gilt die Änderung als angenommen.
(4) Änderungen wesentlicher Vertragspflichten oder des Vertragsgegenstands werden stets gesondert vereinbart.
§ 14 Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, berührt dies die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
§ 15 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gegenüber Verbraucherinnen mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem EU-Mitgliedstaat bleibt der Schutz der zwingenden Bestimmungen des Rechts dieses Staates unberührt (Art. 6 Abs. 2 Rom-I-VO).
(2) Gegenüber Unternehmerinnen und Institutionen ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz der Dienstleisterin.
(3) Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit: https://ec.europa.eu/consumers/odr. Die Dienstleisterin ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Verbraucherschlichtungsverfahren teilzunehmen.
